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Die Geschichte im Zeitraffer

Die Liegenschaft am Elfenauweg 46 hat eine interessante Geschichte hinter sich. Vom frühen Mittelalter bis zum Ende des 13. Jahrhunderts stand hier ein Frauenkloster. Unbekannte Umstände führten zu dessen Zerstörung. Auf den Grundmauern und Kellergewölben wurde in der Folge ein neues Haus erbaut, das weltlichen Zwecken diente. Noch ist unklar, in wessen Besitz es zu diesem Zeitpunkt stand. Gerüchten zufolge sei darin auch mal eine Gastwirtschaft betrieben worden. Schon früh wurden eine eigene Wäscherei und Büglerei eingerichtet. Dies dank eigener Brunnadern-Wasserquelle, die in Wittigkofen entspringt und noch heute bis zum Heim sprudelt. Einige Meilensteine in der Geschichte des Hauses:

1855

«Die wohltätigen Pietisten des Magdalenenstifts gründen auf dem Areal des Brunnadernguts ein Erziehungsheim für junge Mädchen, welche verführt worden waren und so auf Abwege zu kommen drohten.» Zitat aus «100 Jahre Evangelisches Mädchenheim Brunnadern», 1954. Fortan dient es als «Rettungsanstalt für gefallene Mädchen», seit 1940 unter dem Namen «evangelisches Mädchenheim Brunnadern».

1975

Die veraltete Wäscherei wird aufgegeben. Um die Erziehung der gefährdeten Töchter kümmert sich jetzt der Staat mit zeitgemässen Einrichtungen. Da zunehmend ein grosses Bedürfnis nach Wohnmöglichkeiten für kognitiv beeinträchtigte, erwachsene Frauen besteht, wird das Angebot erweitert und der Betrieb «Wohnheim Brunnadern» gegründet. Träger ist vorübergehend der «Verein Schloss Köniz und Mätteli».

1985

Das Gebäude ist in so schlechtem Zustand, dass eine umfassende Renovation ansteht. Der «Verein Evangelisches Mädchenheim Brunnadern» übernimmt die Trägerschaft für den Betrieb und beschliesst, als neu konzipierter «Verein Brunnadere-Huus» ein modernes Wohnheim für kognitiv und leicht körperlich Beeinträchtigte zu führen.

1989

Zwischen 1987 und 1989 wird das Heim total saniert. Während des Umbaus müssen die 12 Betreuten provisorischen Wohnsitz an der Landoltstrasse nehmen. Im renovierten Brunnadere-Huus können 1989 schliesslich doppelt so viele Personen aufgenommen werden, neu auch Männer. Mit dem Umzug werden der Gesamtbetrieb reorganisiert und zahlreiche Neuerungen eingeführt.

1995

Eröffnung der Wohngemeinschaft Erlenhof an der Marzilistrasse 30 in Bern.

1997

Eröffnung der Aussenwohngruppe WG Faltenglück am Elfenauweg 49 in Bern.

2001

Überführung des «Vereins Brunnadere-Huus» in die «Stiftung Brunnadere-Huus».

2012

Die Alters-WG «Faltenglück» wechselt ihren Standort und zieht an den Elfenauweg 46. Am Elfenauweg entsteht eine neue, «jüngere» Aussenwohngruppe

2015

Der «Verein Brunnadere-Huus» wird aufgelöst.

2016

Das Haus an der Marzilistrasse 30 wird gründlich saniert, die Wohngemeinschaft Erlenhof wird geschlossen.

2018

Mitarbeit in Projektumsetzung des Berner Behindertenkonzeptes:

  • Orientierung aller Dienstleistungen an der Ermöglichung und Förderung von Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Teilhabe.
  • Wechsel von der Angebots- zur bedarfsorientierten Dienstleistung. Demnach liegt der Ausgangspunkt aller Dienstleistungen darin, Unterstützungsleistungen am individuellen beeinträchtigungsbedingten Bedarf der NutzerInnen auszurichten und gemäss ihrem Willen und ihren Fähigkeiten zu gestalten.

Möchten Sie mehr über die Geschichte des Brunnadere-Huus wissen? Ausführlichere Informationen finden Sie im Buch von Willy Schäfer: «In Brunnadern engagiert – Vom mittelalterlichen Kloster zum modernen Heim Brunnadere-Huus und zur Residenz ElfenauPark» (ISBN: 978-3-907663-30-1). Das Buch können Sie bei uns im Brunnadere-Huus oder direkt beim Autor beziehen.